Mini-Meditationen: Aktive Imagination (original nach C. G. Jung)

Die aktive Imagination ist eine besondere Form des Arbeitens mit inneren Bildern. Die inneren Bilder, die aus dem Unbewussten kommen, sind Symbole. Es geht also in Folge darum, die eigene persönliche Bedeutung der erhaltenen Symbole zu finden.

Bei der Arbeit mit Symbolen ist ganz wichtig zu beachten, dass Symbole eine kollektive Bedeutung aus dem kollektiven Unbewussten haben, und eine persönliche Bedeutung aus dem persönlichen Unbewussten haben.

Jung begann die Arbeiten mit aktiver Imagination damit, dass er durch rituelle Vorgaben den Zugang zum Unbewussten öffnete und dadurch einen veränderten Bewusstseinszustand wie in Trance oder in Meditation herstellte. Darüber hinaus ließ Jung dem unbewussten Verstand völlige Freiheit, damit dieser in der Lage ist, zu assoziieren, was immer kommen wollte.

Er vertraute darauf, dass das Unbewusste die relevanten Bilder und Symbole zur Ebene des bewussten Erlebens bringt. Und auch wenn sich der bewusste Verstand manchmal dagegen wehrt, die klare persönliche Bedeutung der Symbole anzuerkennen, geht es darum, dem Unbewussten zu vertrauen und dessen Meinung anzuerkennen.

Vertraue deinem Unbewussten, es ist, wie wir gehört haben, der Fußballplatz, auf dem der kleine bewusste Fußball herumrollt. Vertraue ihm auch, wenn es deinem bewussten Verstand ganz direkt widerspricht und du mit allem Fanatismus bis in Selbstzerstörung dagegen kämpfen möchtest. Rate mal wofür der Begriff, also das Wortsymbol, „Selbstzerstörung“ in der kollektiven Bedeutung steht.