Was uns wichtig ist und was uns antreibt

Willkommen zu meinem philosophischen Exkurs „Was uns wichtig ist und was uns antreibt“. Dabei gehen wir durch, welche mentalen Konstrukte und Konzepte hinter all dem stecken, was uns wichtig ist, was uns zu etwas antreibt und woran es liegt, dass so oft irgendwas uns von etwas abhält.

Wenn wir über die Natur all dessen reden werden, was uns wichtig ist und was uns motiviert, und du diese zugrundeliegende Natur verstehen wirst, dann ist das sicher eine gute Sache, oder nicht?

Und wir werden uns anschauen, was unsere Emotionen sowohl mit dem zu tun haben, was uns wichtig ist, als auch mit unserer Motivation. Diese wichtigen Zusammenhänge willst du sicher auch nicht verpassen. Hab ich recht?

Gut, dann lasst uns crashkursartig in die Materie einsteigen.

Glaubenssätze

Wem ist schon mal aufgefallen, dass manche Menschen ganz fest an irgendwelchen Unsinn glauben? Egal wie einfach es wäre das erhellende und aufklärende Wissen zu google’n, dass es gar nicht so sein kann. Diese Menschen sind einfach so überzeugt davon, dass es so ist, dass sie gar nicht bemerken, wie sie rundum ihren Kontext verlieren, nur damit es für sie so bleiben kann, wie sie glauben, dass es sein muss. Sie glauben es einfach, egal wie viele andere Probleme sich in ihrem Leben anhäufen. So ist es, so muss es sein. Ohne jeden Zweifel.

Das nennt man einen Glaubenssatz, oder auf Englisch einen Belief. Etwas, von dem man glaubt es ist absolut wahr und richtig. Dabei war jetzt nur das Beispiel etwas eher Negatives, das Konzept des Glaubenssatzes ist ebenso positiv zu sehen für unterstützende Beliefs.

Du siehst etwas, du hörst etwas, du spürst es oder riechst es oder schmeckst es. Du erfährst es über einen oder mehrere deiner fünf Sinne. Und du akzeptierst das als wahr. Vermutlich ist dir nicht mal bewusst, dass du es als wahr angenommen hast, und doch ist es so.

Im Grunde ist somit alles, das wir wissen, ein Glaubenssatz. Wir erfahren es auf die eine oder andere Weise und akzeptieren entweder direkt als wahr und richtig, oder brauchen einige Wiederholungen oder Beweise um es als wahr anzunehmen. Und wenn wir es nicht als wahr annehmen, dann haben wir das Wissen angenommen, dass das eben nicht wahr ist.

Glaubenssätze sind also Wissenseinheiten, die wir als wahr akzeptiert haben und sie daher für absolut wahr und richtig halten.

Wenn sich Glaubenssätze gegenseitig unterstützen und sie damit irgendwie zusammengehören, dann spricht man von einem Glaubenssatzkonstrukt.

Das wars hier schon zu Glaubenssätzen, das hier soll ohne Wiederholungen und ohne Beweise durch Beispiele nur ein Crashkurs sein, der das Wissen entweder beim ersten Mal vermittelt, oder zum Akzeptieren eigene Recherche zum Thema erfordert. Sofern dir dieses Thema das wert ist, dich selbst mit Recherche tiefer in diese Materie einzuarbeiten.

Werte

Wenn es dir das „wert“ ist. Wenn es dir also wichtig ist.

Das was uns wichtig ist nennt man einen Wert. Denn es ist uns etwas wert. Wenn es uns sehr viel wert ist, dann ist es eine Leidenschaft. So viel wert, dass man bereit hinzunehmen ist, wenn es sogar Leiden schafft.

Hinter diesen Werten stecken natürlich Glaubenssätze. Wir haben mal akzeptiert, dass das wichtig ist. Das allermeiste davon ist natürlich völlig unbewusst, aber das ändert nichts daran, dass es uns wichtig ist und wir in der einen oder anderen Form daran glauben, dass es uns wichtig ist.

Bei unseren Werten ist wichtig, einiges zu unterscheiden. Es gibt die Dinge, die uns wichtig sind und wir sie tatsächlich einfach und leicht in unserem Leben manifestieren, da sie uns eben wichtig sind. Und es gibt eben die Dinge, die so wichtig sind, dass sie als „Leiden-schafft“ gelten.

Dann gibt es Dinge, von denen sagen wir, dass sie uns wichtig sind. Sie sind es nicht, und wir wissen es. Aber wir wollen die Diskussionen darum vermeiden. Wichtig ist uns, dem aus dem Weg zu gehen.

Und schließlich gibt es Dinge, von denen sagen wir, dass sie uns wichtig sind. Und wir glauben es sogar selbst, dass sie uns wichtig sind. Nur tun wir genau gar nichts Produktives dafür, diese Werte zu erfüllen.

Dann gibt es zwei Möglichkeiten: Wir belügen uns selbst, weil wir nicht hinsehen können, was es aus uns machen würde, wenn wir das offen zugeben. Oder wir belügen uns selbst, weil wir, um ehrlich sein zu können, auf etwas hinsehen müssten, das wohl als Missbrauch zu klassifizieren wäre und es schlicht zu schmerzhaft wäre da bei uns selbst hinzusehen.

Hast du etwas, von dem du glaubst, es ist dir wichtig, nur funktioniert es in deinem Leben schlicht nicht? Du hast Handlungsbedarf. Komm in ein Beratungsgespräch mit mir, meine Kontaktdaten findest du auf minimedi.online. Lass uns drüber reden.

So, das also sind Werte. Dinge, von denen wir glauben, dass sie uns wichtig sind.

Grenzen

Wenn ich dir sage, dass du unter gewissen Umständen Handlungsbedarf in deinem Leben hast und du doch jetzt eine Form der Beratung suchen solltest, dann bist du vielleicht verärgert. Oder, weil du dich betroffen fühlst, vielleicht auch besorgt. Oder traurig, weil es irgendwas getriggert hat?

Warum gibt es bei manchen eine emotionale Reaktion auf diese Aussage?

Nun, ich habe mit der Aussage wohl eine sogenannte Grenze von dir überschritten. Eine Grenzverletzung. Es tut mir leid, wenn du das so empfunden hast.

Was ist denn nun eine Grenze? Hinter jeder Grenze steckt ganz direkt ein Wert. Wenn dieser Wert verletzt wird, also nicht erfüllt wird, dann ist eine Grenze überschritten.

Ganz einfach also: Eine Grenze ist nichts anderes als eine andere Sicht auf einen Wert. Kennst du bewusst deine Werte, dann kennst du auch bewusst deine Grenzen und es fällt dir viel leichter zu sagen: „Bis hierher, und keinen Schritt weiter. Nicht mit mir. Basta.“

Wenn dich also das mit dem Handlungsbedarf angesprochen hat und du zum Beispiel mit Besorgnis reagiert hast, dann könnte dir zur Emotion passend so was wie „Verlässlichkeit“ wichtig sein. Und weil du unbewusst weißt, dass du Übergriffe oder Misshandlungen verdrängst, und du deswegen besorgt bist, ob du selbst damit überhaupt verlässlich bist.

Das ist nur ein Beispiel, definitiv keine Pauschaldiagnose.

Emotionen

Eine Grenzverletzung ist also eine emotionale Reaktion auf eine Werteverletzung.

Da stellt sich sofort die Frage: Was sind denn Emotionen aus dieser unserer momentanen Sicht? Und was haben sie mit Werteverletzungen zu tun?

Der Begriff Emotion kommt aus dem Lateinischen: „emovere“. Und das bedeutet übersetzt: aus etwas heraus bewegen.

Denn Emotionen bewegen uns tatsächlich. Wenn uns etwas eine gute Emotion gibt, dann wollen wir mehr davon und setzen uns dafür in Bewegung. Und wenn uns etwas eine schlechte Emotion gibt, dann wollen wir weniger davon und setzen uns dagegen in Bewegung.

Das ist an sich leicht verständlich, oder? Das Problem damit kommt daher, dass wir uns in unserem Lebensstil uns nicht mehr bewusst mit unseren Emotionen beschäftigen. Ganz im Gegenteil, bewusst haben viele von uns den Glaubenssatz, dass wir unsere Emotionen überwinden und somit ignorieren müssen.

Und schon beginnt ein Kampf bewusster Verstand gegen unbewussten Verstand. Der nicht gesund für uns ausgeht.

Einfacher ist es, sich seine Emotionen bewusst zu machen. Sich seine Werte und Grenzen bewusst zu machen. Und dann bewusst damit umzugehen.

Denn Emotionen entstehen im Unbewussten beim Vergleich dessen, was dem Unbewussten wichtig ist und dem was wir als Realität wahrnehmen.

Aufgepasst: „was dem Unbewussten wichtig ist“. Das ist der Grund, warum ich vorher gesagt habe, dass es Dinge gibt, von denen wir sagen, dass sie uns wichtig sind. Nur tun wir nichts Zielführendes dafür, diese Werte zu erfüllen.

Ist es nur dem bewussten Verstand wichtig, dann entstehen keine Emotionen. Und es gibt keine Bewegung hin zu etwas oder weg von etwas. Es gibt keine Motivation.

Motivation

Und damit sind wir bei der Motivation. Der gemeinsame Wortstamm „mot“ in Emotion und Motivation lässt erkennen, dass es auch bei Motivation im Motiv der Wortbedeutung um Bewegung geht: lateinisch movere, also bewegen beziehungsweise antreiben.

Emotionen sind also die Grundlage unserer Motivation. Gute Emotionen motivieren uns, uns hin zu einem Zustand zu bewegen, einem Zustand, das einen Wert erfüllt. Das nennt man dann naheliegender Weise Hin-Zu Motivation. Ich will mehr davon, denn es fühlt sich gut an.

Schlechte Emotionen motivieren uns, uns weg von einem Zustand zu bewegen, einem Zustand, der einen Wert und damit eine Grenze verletzt. Das nennt man dann Weg-Von Motivation. Ich will weniger davon, oder noch besser gar nichts, denn es fühlt sich gar nicht gut an.

Falls du die zwei kurzen Videos „Der unbewusste Verstand“ und „Erreichbare Ziele“ noch nicht gesehen hast, dann schau sie dir im Anschluss an. Auch die anderen Videos aus den Grundlagen für transformierende Meditationen sind in diesem Kontext sicher sehenswert.

Die richtigen Ziele zur richtigen Zeit, das ist also der Schlüssel. Als Beweis bringe ich den Jojo-Effekt bei Diäten.

Jemand hat Übergewicht. Er möchte weg-von Übergewicht. Die Diät wird funktionieren, denn die Motivation auf Ernährung und Bewegung zu achten ist damit gegeben. Der jemand verliert Gewicht. Die Motivation auf Ernährung und Bewegung zu achten verschwindet, dafür erscheinen alte Gewohnheiten. Und das Lebendgewicht steigt wieder. Und der Zyklus beginnt von neuem.

Hier gibt es nur Weg-Von Motivation. Weg vom ungesunden Lebensstil. Diese Motivation ist wichtig um in Bewegung zu kommen. Aber er verliert an Triebkraft, je weiter der unerwünschte Zustand in die Ferne gerückt ist.

Hat jemand bei 30kg Übergewicht nur eine Hin-Zu Motivation zu einem Wunschgewicht, dann wird derjenige ebenfalls eher schwer in die Gänge kommen. Sind doch die ersten Schritte, oder die ersten 25 Schritte allesamt gefühlt mühsam und allesamt noch immer weit vom Ziel weg.

Ideal wäre es von vornherein das richtige Ziel zu haben, den Ist-Zustand regelmäßig zu reflektieren, sich seiner Emotionen bewusst zu sein, und gar nicht erst aus der Balance zu kommen. Das ist auch der Zustand, in dem jeder nach einer Gewichtsanpassung landen darf.

Es kann allerdings unter Umständen nötig sein, sich mittels Zielarbeit ganz bewusst erst seine Weg-Von Motivation zu erschaffen. Um dann in der Reflexion den Zeitpunkt zu bestimmen mit weiterer Zielarbeit jetzt die Hin-Zu Motivation zu etablieren.

Fazit

Über das eben Gesagte hinaus, was noch kann interessant für dich sein? Das, woran du noch gar nicht gedacht hast? Und sogar über das noch nicht Gedachte hinaus?

Reflektieren. Kontemplieren. Meditieren. Einen bewussten Umgang mit dir, deiner Motivation, deinen Emotionen, deinen Grenzen, deinen Werten und deinen Glaubenssätzen finden.

Um dorthin zu kommen: Brauchst du erst Weg-Von von deinem aktuellen Zustand? Oder traust du dir zu direkt mit Hin-Zu in deinem Wunschzustand anzukommen und auch dort zu bleiben?

Hier auf minimedi.online gibt es alles dazu, was du dafür brauchst, inklusive meiner Kontaktdaten für erhellende Gespräche.

Viel Spaß bei deiner persönlichen Entwicklung und deinem spirituellen Wachstum.