Die dunkle Triade

Die Dunkle Triade bezeichnet die Persönlichkeitsmerkmale Narzissmus, Machiavellismus und (subklinische) Psychopathie und ihre Zusammenhänge. Die drei Merkmale werden unterschiedlich und unabhängig voneinander konzeptionalisiert, obwohl es empirische Hinweise auf eine Überlappung gibt. Sie sind mit einem gefühllos-manipulativen interpersonellen Stil verbunden.

Wikipedia „Dunkle Triade“

Die dunkle Triade: eine Mischung aus dem selbstverliebten Narziss, dem machtgeilen Machiavelli, und dem eiskalten Psycho aus dem Fernsehen. Kann man denn eines sein, ohne zwangsläufig auch etwas vom anderen sein zu müssen? Das wollen wir uns mal aus Sicht der Grundprinzipien hinter den jeweiligen Persönlichkeitsstörungen ansehen.

Narziss, Machiavelli und Psycho

Betrachten wir zunächst die drei Aspekte der dunklen Triade, und zwar die vereinten Persönlichkeitsmerkmale des Narzissmus, des Machiavellismus und der Psychopathie.

Persönlichkeitsmerkmal: Eine Persönlichkeitseigenschaft ist eine relativ stabile, zeitlich überdauernde Bereitschaft einer Person, die bestimmte Aspekte ihres Verhaltens in einer bestimmten Klasse von Situationen beschreiben und vorhersagen soll.

Persönlichkeitsmerkmal Narzissmus

„Die anderen sind dazu da, um mich zu bewundern.“

Eine narzisstische Persönlichkeit hält sich für etwas Besseres. Diese Persönlichkeit sucht danach sich selbst als überhöht darzustellen, was entweder durch tatsächlich herausragende Leistung erreicht wird, oder dadurch, dass andere herabgemacht und sozial zerstört und damit erniedrigt werden. Narzissten sind der Meinung, dass ihnen dieser Ruhm zusteht.

Persönlichkeitsmerkmal Machiavellismus

„Erlaubt ist, was mich vorwärts bringt.“

Eine machiavellistische Persönlichkeit legt einen sehr manipulativen Verhaltensstil zu Tage. Um die eigenen Ziele zu erreichen, gibt es keine Grenzen. Ohne wirkliche Empathie, aber mit oft herausragender Beobachtungsgabe, setzt die machiavellistische Persönlichkeit andere Menschen ein, um Ziele umzusetzen. Wenn dabei Win-Win-Stuationen entstehen ist das für den Machiavellisten ebenso bedeutungslos wie eine Win-Lose-Situation.

Persönlichkeitsmerkmal Psychopathie

„Warum stört es denn schon wieder?“

In psychopathischen Persönlichkeiten geht die Empathiebefreiung noch weiter als beim Machiavellisten: Der Psychopath nimmt andere nur als Objekte wahr. Diese Persönlichkeiten zeichnen sich durch rücksichtslosen Verhaltensweisen aus. Und während Narzissen und Machiavellisten noch Scheu vor negativen Konsequenzen haben – würden sie doch dem Selbstbild oder den eigenen Zielen schaden -, so ist einem Psychopathen die Konsequenz weitgehend egal.

Die Triade

Die Gemeinsamkeiten

Alle drei Persönlichkeistmerkmale zeichnen sich dadurch aus, dass das eigene Ego um so viel wichtiger ist, als selbst enge soziale Kontakte es sind. Diese Form der Wertlosigkeit anderer geht so weit, dass eventuell vorhandene Empathie vollständig ausgeschaltet wird: Andere haben den Zweck zu erfüllen, der von ihnen erwartet wird. Und sie werden mit den Mitteln der Wahl (siehe u.a. Alltagsmissbrauch: Gaslighting und Alltagsmissbrauch: Stonewalling ) rücksichtslos dazu gebracht, diesen Zweck zu erfüllen.

Die Unterschiede

Die drei Typen unterscheiden sich vor allem in ihrer Motivation. Dem Narzissten geht es um Bewunderung, der Machiavellist will seine Ziele erreichen und dem Psychopathen geht es um die Handlung selbst.

Lasst uns mal folgendes in den Raum stellen: es scheint um Anerkennung (Bewunderung), um Belohnung (Zielerreichung) und um einen Kick (Handlung) zu gehen.
Grundbedürfnisse, die wir alle haben. Jedoch in der dunkle Triade in krankhafter Ausprägung.

Der Verbund

Im Grundprinzip – die anderen haben ihren Zweck zu erfüllen, egal was es sie(!) kostet – sind die drei Aspekte der dunklen Triade sehr sehr ähnlich. Auch die völlige Absenz von Empahie, beziehungsweise die Fähigkeit Empathie selektiv komplett abzuschalten, verbindet die dunkle Triade.

Die Unterschiede sind marginal, und im Grundprinzip nur in der Motivation für das Verhalten zu finden: Anerkennung, Belohnung und der Kick. Wenn wir jetzt mal von einem Adrenalin-Kick wie zum Beispiel beim Bungee-Jumping absehen:

Anerkennung, Belohnung und Kick, das sind drei Dinge, die soziale Bestätigung von außen erfordern, um im gewünschten Ergebnis zu resultieren. Ein Ergbnis, das ohne Empathie daher nie erreicht werden wird.

Umgangsstrategien

Wie sollen jetzt Opfer von Personen die ein, zwei oder alle drei der Aspekte der dunklen Triade in sich beheimaten, sich verhalten?

Ein Ergbnis, das ohne Empathie nie erreicht werden wird…

Das legt die Schlussfolgerung nahe, dass die gesetzte narzisstische oder machiavellistische oder psychopathische Aktion wiederholt werden muss. Und zwar in gesteigertem Rahmen, um zu besserem Erfolg zu führen.

Auf „Besserung“ des Täters zu hoffen, oder auf eine Phase, die bald vorüber ist, ist eine hoffnungslose Hoffnung. Der Mangel an Empathie – an Mitgefühl mit dem Opfer – verhindert jeglichen Wunsch nach Veränderung seitens des Täters.

Es gibt also genau eine Umgangsstrategie mit Narzissten, Machiavellisten, Psychopathen und allen Mischformen daraus: Sie sind vollständig aus dem Leben zu verbannen. Zu 100%. Kein Kontakt, kein Treffen, kein Gespräch, kein Social Media. Nichts.

Lösche sie aus deinem Leben. Oder bleibe Opfer. Dein Leben. Deine Wahl.