Meditation

Meditation ist eine in vielen Religionen und Kulturen ausgeübte spirituelle Praxis, bei der durch Achtsamkeits- oder Konzentrationsübungen sich der Geist beruhigen und sammeln soll. Meditation gilt als eine grundlegende und zentrale bewusstseinserweiternde Übung mit dem Ziel innere Erfahrungen wie Stille und Ruhe, Leere, Panorama-Bewusstheit, Einssein, im Hier und Jetzt sein oder frei von Gedanken sein zu erleben.

Warum mit Meditation befassen?

Regelmäßige Meditation wirkt beruhigend und wird auch in der westlichen Medizin als Entspannungstechnik empfohlen. Der meditative Zustand ist neurologisch als Veränderung der Hirnwellen messbar. Darüber hinaus wird der Herzschlag verlangsamt, die Atmung vertieft, und Muskelspannungen reduziert. Wäre es nicht für jeden einzelnen, egal wie jung oder alt, sehr positiv diese Vorteile für sich nützen zu können?

Morphologische Veränderungen im Gehirn durch regelmäßige Meditationspraxis sind medizinisch belegt: Die Dichte der Nervenzellen in Bereichen der Großhirnrinde, die für kognitive und emotionale Prozesse und Wohlbefinden wichtig sind, ist signifikant höher als bei Menschen, die nicht meditieren. Ein leistungsfähigeres Gehirn, da dazu noch auf Wohlbefinden trainiert ist, würde uns allen doch auch sehr gelegen kommen, oder?

Medizinisch belegt ist auch, dass Praktiken wie z.B. Yoga die verbale Ausdruckskraft erhöhen und Herzfrequenz, Blutdruck und Cholesterin-Spiegel senken können. Neben Yoga werden in diesem Zusammenhang in Studien häufig auch transzendentale Meditation, die Relaxation-Response-Technik und Achtsamkeits-Meditationen untersucht. Das Ergebnis der Mehrheit dieser Studien zeigt den Zusammenhang zwischen Meditation, selbstberichteter Achtsamkeit, kognitiver Flexibilität und Aufmerksamkeitsleistungen. Und auch von diesen Fähigkeiten hätten wir uns alle schon im Schulalter deutlich mehr davon für uns selbst gewünscht, oder etwa nicht?

Wir haben hier nur zu den medizinisch belegbaren im Grunde körperlichen Vorzügen der Meditation geredet, und die meisten werden zustimmen, dass jeder von uns gerne mehr von diesen Begleiterscheinungen der Meditation hätten. Von den emotionalen und geistigen Vorteilen von Meditation war noch gar nicht die Rede. Aber dafür wird zu einem späteren Zeitpunkt die Gelegenheit sein.

Jetzt lasst uns erst mal ansehen, was es alles im Umfeld des Meditierens zu wissen gibt, um dann möglichst effizient in die kurzen Lektionen und Mini-Meditationen eintauchen zu können.

Was gibt es zu Meditation zu wissen?

Der meditative Zustand gilt als ein veränderter Bewusstseinszustand. Aber „verändert“ im Vergleich zum sogenannten Normal- oder Alltagsbewusstsein.

Als die zwanzig Bewusstseinszustände, die von wissenschaftlichem Interesse sind, werden diese Zustände gesehen:

Schlaf, Traumschlaf, Einschlaferleben (Hypnagogie), Aufwacherleben (hypnopompischer Zustand), Hypervigilanz (Hyperalertness), Lethargie, Ekstase (rapture), Hysterie, Dissoziation (fragmentation), „Regression“, meditative Zustände, Trancezustände (reverie), Tagträume, „innere Wahrnehmung“ (internal scanning), Stupor, Koma, Gedächtniszugriff (stored Memory), „erweitertes“ Bewusstsein und „normales“ Wachbewusstsein

Wikipedia zu „Veränderter Bewusstseinszustand“

Bewusstsein kann einerseits als eine kognitive Funktion wie Aufmerksamkeit gesehen werden, andererseits als phänomenologisches Konzept im Sinne von subjektiver Erfahrung verstanden werden. Es ist somit im weitesten Sinne das Erleben mentaler Zustände und Prozesse aus einer Art ich-bezogener Perspektive.

Alltagsbewusstsein

Das Alltagsbewusstsein ist also der Bewusstseinszustand, den ein Mensch in seiner Rolle (vergleiche: Persona, nach C. G. Jung) im Alltag im emotional normalen Zustand hat.

Wer bei diesem Satz eben mitgedacht hat, dem fallen diese Spezifika auf: Über verschiedene Rollen, Personae, hinweg kann ein Mensch somit unterschiedliche Alltagsbewusstseine – ein Bewusstsein, zwei Bewusstseine? Oder zwei Bewusstseins? – haben. Ja, der Geschäftsmann kann sehr stark in einem Bewusstseinszustand sein, der Überblick über die Situation hat. Während er als einfühlender Familienvater daheim mit den Kindern einen anderen Bewusstseinszustand lebt, in dem die detailgenaue Position der Legosteine höchst relevant ist.

Dieses „Überblick vs. Detail“ wird z.B. im NLP „Metaprogramm“ genannt. Es gibt etliche solche Metaprogramme, die im Grunde das Verhalten und vor allem die Informationsverarbeitung beschreiben. Aber genau das, neben vielen anderen Aspekten natürlich, beeinflusst den Bewusstseinszustand.

Und je Rolle, Persona, kann der Mensch in verschiedenen emotionalen Zuständen dann wieder um in andere Bewusstseinszustände wechseln. Wenn zum Beispiel von oben der Geschäftsmann unter Druck und Stress gerät, kann sein Metaprogramm von Überblick zu Detail wechseln. Damit wechselt auch sein Bewusstseinszustand.

Dennoch sind wir mit all diesen hier gerade gezeigten Bewusstseinszuständen innerhalb einer nach wie vor einander recht ähnliche Palette von Bewusstseinszuständen, die zusammen als Alltagsbewusstsein zu sehen sind.

Meditativer Bewusstseinszustand

Bevor Menschen der sogenannten westlichen Welt mit einer Art Meditationspraxis oder Selbsthypnose beginnen schwingt ihr Körper und ihre Neurologie in einem Stresszustand. Medizinisch ist dabei das sympathische Nervensystem aktiv, das für Stress- und Anspannungszustände zuständig ist. Im Entspannungszustand ist hingegen das parasympathische Nervensystem aktiv.

Für alle Arten von Meditation und auch Selbsthypnose geht es im ersten Schritt darum den Körper von ebendiesem sympathischen Nervensystem in das parasympathische Nervensystem umzuschalten. Neben der richtigen Technik ist hier auch Übung und Routine wichtig.

Ist der Körper in den Entspannungszustand gebracht, beginnen Selbstheilungsprozesse zu laufen, die dem Körper Regeneration und die Verarbeitung von Emotionen erlauben.

Und von dort weg lassen sich veränderte meditative Bewusstseinszustände oder auch Trance-Zustände der Selbsthypnose aufbauen und vertiefen.

Die Unterschiede

Was nun sind die Unterschiede zwischen Alltagsbewusstsein und meditativen Bewusstseinszuständen?

They call us the dreamers.
But we are the ones who don’t sleep.

Viele der unbewusst laufenden Filter, die unser typisches Alltagsbewusstsein formen, sind in meditativen oder hypnotischen Bewusstseinszuständen außer Kraft gesetzt oder arbeiten in einer anderen Filterausprägung. Das alleine verändert die subjektive Wahrnehmung sehr stark, und erlaubt dem Individuum andere, im Alltagsbewusstsein undenkbare, Standpunkte einzunehmen.

Damit rückt sich in diesem Zustand vieles wieder an einen neutralen Platz. Und das erklärt auch viele der eingangs aufgezählten medizinischen Vorzüge regelmäßiger Meditation.

Weitere Unterschiede, auch spiritueller, esoterischer oder außersinnlicher Natur können wir gerne in einem persönlichen Austausch debattieren. Diese Ausführung würde jedoch den Rahmen hier sprengen. Finde es also selbst heraus. Just do it.

Wie geht Meditation?

Wie Meditation geht, wird hier einerseits in kleinen, legobausteinartigen kurzen Lektionen gezeigt und erklärt.

Andererseits ist klar, dass geblockte Zeit und persönliche Begleitung für so Vieles sehr vorteilhaft ist. Daher gibt es auch Workshops, in denen das Meditieren in den jeweiligen Aspekten unterrichtet und vor allem geübt wird.

Weitere Anleitungen dazu, wie denn das Meditieren geht, sind also hier in dieser Seite nicht zu finden.