Das Unbewusste

Linke und rechte Gehirnhälfte

Eine der wichtigsten Errungenschaften der Gehirnforschung war die Erkenntnis, dass die beiden Gehirnhälften verschiedene Grundfunktionen haben. Generell ist die linke Gehirnhälfte die Seite in der logische und analytische Funktionalitäten zu Hause sind. Die rechte Gehirnhälfte ist die kreative Seite, in der auch die Intuition sowie die Fähigkeit Muster zu erkennen sitzt.

Beide Gehirnhälften teilen sich jedoch auch wichtige Aufgaben. So sind die motorischen Fähigkeiten der rechten Körperhälfte von der linken Gehirnhälfte aus gesteuert, die Motorik der linken Körperhälfte von der rechten Gehirnhälfte. Die linke Gehirnhälfte steuert zwar das linke Auge, verarbeitet aber die rechte Hälfte des Sehfeldes, und umgekehrt für die rechte Gehirnhälfte.

Inzwischen wird die Teilung zwischen logischer und kreativer Gehirnhälfte nicht mehr ganz so strikt gesehen, wie noch vor wenigen Jahren. Die Verteilung der Grundaufgaben bleibt zwar aufrecht, jedoch stellt sich das Gehirn immer mehr als wesentlich flexibler heraus, als erwartet.

Eine der beiden Gehirnhälften ist jeweils die dominante bzw. aktive Gehirnhälfte. Die jeweils andere Hälfte führt dann unterstützende Funktionen aus. Diese Dominanz wechselt mehrmals täglich, jedoch sind z.B. analytische Menschen überwiegend mit der linken Gehirnhälfte aktiv, während kreative Menschen zumeist die rechte Gehirnhälfte dominant haben.

Bewusst-Sein und Unbewusst-Sein

Neben der Unterscheidung zwischen linker und rechter Gehirnhälfte wird noch zwischen Bewusstem und Unbewusstem unterschieden. Ganz einfach gesagt: Gelangt etwas in die unmittelbare Aufmerksamkeit, so wird dies bewusst. Gelangt etwas nicht in die unmittelbare Aufmerksamkeit bleibt es unbewusst.

Der überwiegende Großteil der geistigen Verarbeitung aufgenommener Informationen passiert unbewusst. Als generelle Regel gilt, dass der bewusste Verstand nur maximal sieben (plus/minus zwei) Informationseinheiten gleichzeitig erfassen kann.

Der unbewusste Verstand hingegen geht jede Sekunde mit vielen Millionen Bits an Informationen um, und filtert über verschiedenen Mechanismen diese 7±2 Informationen für den bewussten Verstand. Anders ausgedrückt hat der bewusste Verstand nur dann Zugriff auf Informationen, wenn der unbewusste Verstand dies zulässt.

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Die hier eingezeichnete kritische Fakultät ist der Teil der Neurologie, der den Kommentar „So ein Blödsinn!“ abgibt, und alles erst mal ablehnt. Das ist ein wichtiger Aspekt des täglichen Lebens, sonst würden wir jede Werbung wörtlich nehmen, und nur mehr glücklich und zufrieden sein mit all den Produkten, die alleinverantwortlich für Glück und Erfolg zu sein vorgeben.

Umgang mit dem Unbewussten

Schließe deine Augen, und denke an keinen blauen Baum. Kannst du das? Oder musst du, wie alle anderen Menschen, erst kurz an den blauen Baum denken, um danach an was anderes denken.

Was passiert also, wenn du jemanden in bester Absicht warnst: „Lass das bloß nicht fallen!“

Wahre Freundschaft, nicht wahr? (Achtung: die hier verborgene Erkenntnis könnte dazu führen, dass du deine Kommunikation veränderst, und damit auch zu nicht vorhersehbaren Teilen deine Persönlichkeit änderst. Denke also lieber nicht weiter darüber nach, wie du kommunizierst, mit anderen und mit dir selbst.)

Das fünfjährige Kind, das klaren Anweisungen folgt und alles persönlich nimmt

Überlege dir gut was du sagst und sogar was du denkst. Egal über wen du es sagst oder denkst. Dein Unbewusstes nimmt es persönlich, und wird daran arbeiten, es umzusetzen.

Und da das Unbewusste auf direktive Anordnungen reagiert, ob nun gesprochen oder nur gedacht: sei achtsam mit deinen Wünschen: sie könnten in Erfüllung gehen.

Wohlgeformte persönliche Ziele

  1. Prüfe Ökologie, definiere den Kontext und adressiere Zusatznutzen.
  2. Ist es positiv formuliert? Ist es selbst-initiiert und selbst-gesteuert?
  3. Ist der Kontext angemessen gesetzt?
  4. Was ist die Beweis-Prozedur für die Zielerreichung?
  5. >Welche Ressourcen werden wann benötigt?
  6. Ist es ökologisch?
  7. Was ist der erste Schritt?

Aufgaben des Unbewussten

Was sind denn die Aufgaben, die das Unbewusste so nebenher, neben dem Bewussten, erledigt? Bitte gut durchlesen und durchdenken:

  1. Bewahrt Erinnerungen: Zeitlich (im Verhältnis zur Zeit) und atemporal (nicht im Verhältnis zur Zeit).
  2. Stellt Assoziationen her (verbindet gleiche Dinge und Ideen) und lernt schnell.
  3. Organisiert alle Erinnerungen.
  4. Unterdrückt Erinnerungen mit ungelösten negativen Emotionen.
  5. Bewahrt unterdrückte Erinnerungen zur Auflösung (um sie verständlich zu machen und verknüpfte Emotionen aufzulösen).
  6. Kann die unterdrückten Emotionen zum Schutz unterdrückt lassen.
  7. Erhält den Körper. Hat eine Blaupause: Vom Körper jetzt und von perfekter Gesundheit.
  8. Bewahrt den Körper unversehrt.
  9. Ist das Zuhause der Emotionen.
  10. Ist ein höchst moralisches Wesen (die Moral, die dir beigebracht wurde und die du akzeptiert hast).
  11. Liebt es zu dienen, benötigt klare und direkte Anweisungen zur Ausführung.
  12. Kontrolliert und behält alle Erkenntnisse bei. (Regulär und telepathisch. Erhält und übermittelt Erkenntnisse zum Bewussten).
  13. Erbringt, erhält, verteilt und leitet "Energie".
  14. Erhält Instinkte aufrecht und generiert Gewohnheiten.
  15. Braucht Wiederholung bis eine Gewohnheit installiert ist.
  16. Ist darauf programmiert ständig nach mehr und mehr zu suchen. Es gibt immer etwas zu entdecken.
  17. Funktioniert am besten als eine vollkommen integrierte Einheit. Benötigt keine Teile um zu funktionieren.
  18. Ist symbolisch: nutzt und reagiert auf Symbole. Die gesamte Linguistik steht für nichts anderes als die bedeutungshafte Verwendung von Symbolen.
  19. Nimmt alles persönlich. (Jede Erkenntnis, jede Wahrnehmung ist Projektion.)
  20. Arbeitet auf dem Prinzip des geringsten Widerstandes.
  21. Verarbeitet Negatives nicht direkt.

Fünf Kriterien für Erfolg

Wenn denn jetzt bekannt ist, wie das Unbewusste funktioniert, was kann ich dann tun, um erfolgreich zu sein? Hier die fünf goldenen Regeln zum Erfolg:

  1. Habe ein wohlgeformtes Ziel
  2. Take action. Werde aktiv.
  3. Verwende alle deine Sinne.
  4. Sei flexibel.
  5. Arbeite von einer exzellenten Physiologie und Psychologie aus.

Ursache ⇒ Wirkung

Dinge passieren im Leben. Ständig, Immer und überall.

Bist du Ursache dafür, welcher Art die Dinge sind, die um dich herum geschehen? Übernimmst du die Verantwortung dafür, wie du sie erlebst? Oder lebst du nur in der Wirkung, die diese Dinge auf dich haben?