Emotionale Entwertung

Emotionale Entwertung, wenn die zurecht bestehenden Emotionen von anderen entwertet, also für ungültig erklärt werden. Seelischer Missbrauch. Mit der Folge, dass die Seele lernt sich selbst zu entwerten. Das ist es, was man TOXISCH nennt.

Emotionen

Das Wort Emotion leitet sich aus dem lateinischen Begriff emovere her, was auf deutsch so viel wie herausbewegen oder auch emporwühlen bedeutet.

Emotion bezeichnet eine psychophysische Bewegtheit, die durch die bewusste oder unbewusste Wahrnehmung eines Ereignisses oder einer Situation ausgelöst wird.

— Wikipedia zu Emotion

Die Aufgabe einer Emotion ist also uns die Energie zu geben, um uns aus einer durch ein Ereignis ausgelösten Situation wieder herauszuwühlen. Wir dürfen uns damit getrieben empor wühlen, den Kopf wieder über Wasser heben, atmen und weiterleben.

Negative Emotionen wie Ärger, Traurigkeit, Angst, Schuld, Scham oder ganz allgemein seelische Verletzung erfüllen genauso ihren Zweck wie positive Emotionen wie Zuneigung, Liebe, Glück, Zufriedenheit oder Ekstase.

Aber Achtung: Die Emotion erfüllt ihren Zweck, solange diese Situation besteht. Danach hat sie ihren Zweck erfüllt und darf gehen. Sonst schadet sie.

Es brennt? Großartig jetzt Angst zu haben, das mobilisiert Energie und es ist einfach wegzurennen. Wenn man in Sicherheit ist, darf die Angst wieder gehen. An ihr festzuhalten versetzt den Körper in dauernde Alarmbereitschaft und hinter jedem kleinen Knacken wird ein Flammeninferno vermutet. Das schadet dem Organismus, und zieht viele andere Probleme nach sich. Die Emotion angst ist gesund und wichtig, solange die Gefahr besteht. Danach ist sie Gift.

Jemand ist in einer Beziehung? Großartig, wenn jetzt Liebe da ist. Da führt zu Nähe und zu Vertrauen, zu Intimität und Wertschätzung. Wenn die Beziehung vorbei ist, darf die Liebe gehen. Und umgekehrt: Wenn die Liebe weg ist, darf die Beziehung gehen.

Ist eines von beidem, Liebe oder Beziehung, weg ist es ungesund am anderen festzuhalten. Beziehung ohne Liebe ist Missbrauch am Schicksal, das einem eine gewisse Lebenszeit gibt. Liebe ohne Beziehung ist Missbrauch an sich selbst, da man sich an etwas Fiktives bindet.

Emotionen dürfen also gehen, wenn die Situation vorbei ist, die die Situation hervorgerufen hat. Und wenn es Maßnahmen dafür braucht, damit die Emotion geht, dann sind diese Maßnahmen im Sinne der Selbstliebe zu ergreifen. Drüber reden, unterstützende Beratung suchen, am Stammtisch allen davon erzähle, einmal ordentlich durchgevögelt werden. Es gibt viele Wege zu diesem Ziel.

Entwertung

Entwertung (Invalidierung) beschreibt Vorgänge und Situationen, in denen Menschen einem ungünstigen Klima von mangelndem Einfühlungsvermögen bis hin zu Missbrauchserfahrungen ausgeliefert sind. So können bei den Betroffenen dysfunktionale Strategien entstehen und Schwierigkeiten im Umgang mit Gefühlen die Folge sein. Tritt dies in der Sozialisationsphase (also im Kindes- und Jugendalter) auf, so können die Betroffenen den Umgang mit ihren Gefühlen nicht richtig erlernen.

— Wikipedia zu Invalidieren

Invalidieren erfolgt also, wenn die Gefühle der Heranwachsenden dauerhaft nicht ausreichend gewürdigt und ernst genommen werden und wenn sie missachtet oder verdreht werden. Das Kind lernt dadurch nicht, wie es Erregungen benennen und regulieren und emotionale Spannungen aushalten kann. Auch als Erwachsene sind die Betroffenen oft nicht in der Lage, sich auf die eigenen Gefühle zu verlassen und diesen zu vertrauen.

— Wikipedia zu Invalidieren

Halten wir fest: Jemand mit einer Empathiestörung schafft Missbrauchserfahrungen für andere indem er deren Sicht der Dinge, also deren Modell der Welt, nicht anerkennt und durch verschiedene Strategien zerstört. Z.B. Gaslighting oder Stonewalling, zwei der vielen vielen Missbrauchsmethoden.

Als Folge vertraut der oder die Missbrauchte der eigenen Realität nicht mehr. Dysfunktionale Strategien entstehen. Der eigenen Realität nicht mehr vertrauend entsteht ein Verhalten dessen einziger Zweck es ist einen stabilen Zustand zu halten, in dem gerade kein aktiver Missbrauch stattfindet. Verdrängung der erlebten Gewalt und ein verzerrtes Bild der eigenen Wahrnehmung sind die Folgen.

Das Missbrauchsopfer verfällt in Panik, wenn es nur daran denkt sich doch vom Täter zu trennen. Es wird den Täter sogar verteidigen, sollte von außen etwas wie Hilfe kommen. Denn der einzige Lebenszweck des missbrauchten Individuums ist es geworden zu versuchen dem Missbrauch zu entgehen. Da darf keine neue Situation zugelassen werden.

Auch verdrängte Ereignisse aus der Kindheit sind ein nahezu eindeutiger Hinweis auf Missbrauch. Eine verdrängte Zahnspange – „Nein, ich habe nie eine Zahnspange gehabt, das wäre demütigend gewesen!“ – sagt ganz direkt aus, dass Demütigung ein zentraler Bestandteil des Missbrauchs in diesem Alter war. Jeder braucht nur hinhören und diesen Blinden Fleck aufzuzeigen. Aber wenn der Missbrauch nach wie vor besteht, oder durch einen Partner im Erwachsenenalter neu abgedeckt wird, wird der Blinde Fleck diese Information einfach verdrängen. Dennoch sind das alles harte Indizien für das Vorliegen durchaus schweren Missbrauchs.

Seelischer Missbrauch

Emotionaler Missbrauch zeichnet sich durch ein regelmäßiges Muster verbaler Angriffe, konstanter Kritik, Manipulation und weiteren ähnlichen Verhaltensweisen aus. Hierbei herrscht immer ein Ungleichgewicht zwischen Täter und Opfer. Der Täter ist in einer übergeordneten Position und verfügt über mehr Macht.

— Cognifit zu Emotionalem Missbrauch

Die Folgen des emotionalen Missbrauchs sind denen der anderen Missbrauchsformen (körperlich, sexuell) relativ ähnlich. Bei Kindern und Jugendlichen kann es zu schweren Entwicklungsstörungen oder -verzögerungen kommen. Gerade dann, wenn dem Kind die eigenen Gefühle abgesprochen werden oder es nicht lernt, mit ihnen umzugehen, kann es zu schweren emotionalen Folgen kommen. Außerdem treten häufig Vertrauensprobleme auf. Als Kind hat der oder die Betroffene gelernt, Menschen und vor allem Bezugspersonen zu fürchten.

— Blütenstille zu Emotionalem Missbrauch

Was gibt es dazu noch zu sagen? Seelischer Missbrauch führt dazu, dass das Opfer nicht mehr in der Lage ist sich selbst so viel zu vertrauen, um selbst auszusteigen oder Hilfe anzunehmen.

Schafft es den Ausstieg, so ist viel Unterstützung von außen erforderlich um essenzielle Dinge wie Selbstwahrnehmung Selbstwert, Selbstvertrauen und Selbstliebe aufzubauen.

Konklusio

Wenn ihr jemanden kennt, der in einer solchen Missbrauchssituation gefangen ist, dann vergesst es etwas zu dieser Person zu sagen. Das ist nur das Waschen der Hände in Unschuld von Pontius Pilatus. Diese Person kann sich nicht erlauben diese Worte sinnerfassend zu verstehen.

Wenn es euch ein Anliegen ist: handelt!

Aber Vorsicht. Das Opfer wird den Täter schützen, um zu bewahren, was es in seiner andauernden Panik versucht: Überleben.