Mini-Meditationen: Der unbewusste Verstand

Lasst uns einmal kurz über das Unbewusste, den unbewussten Verstand, reden. Für persönliche Entwicklung ist es wichtig sich selbst zu kennen. Und da es oft heißt, der bewusste Verstand ist im Vergleich zum unbewussten Verstand wie ein kleiner Fußball auf einem großen Fußballplatz, ist es wichtig sich bewusst zu machen, was das Unbewusste alles ist.

Unbewusst ist alles, das wir nicht bewusst haben. Also alles, worüber wir uns noch keine Gedanken gemacht haben und wir es somit nicht benennen können. Kannst du sagen, wie du deine Fingernägel wachsen lässt? Nein, denn dies ist ein zutiefst unbewusster Vorgang. Wohl aber kannst du einen bewussten Atemzug machen. Und, wenn du es nicht bewusst tust, übernimmt dein unbewusster Verstand wieder für dich weiterzuatmen.

Welche im Kontext der Meditation relevanten Aufgaben hat das Unbewusste nun?

  • Es erhält den Körper bei bestmöglicher Gesundheit nach allen Möglichkeiten, die das Unbewusste derzeit erkennen kann.
  • Es unterdrückt überfordernde Erinnerungen und Emotionen, die für das Unbewusste sein Modell der Welt und damit ein gesundes Überleben unmöglich erscheinen lassen.
  • Es ist ein höchst moralisches Wesen, nach der Moral, die dir beigebracht wurde und die du akzeptiert hast. Innerhalb dieser Moral liebt das Unbewusste klare Anweisungen umzusetzen, braucht jedoch manchmal mehrere Wiederholungen, bis es gelernt hat.
  • Das Unbewusste stellt Assoziationen her, es verbindet also gleich scheinende Dinge und Ideen und lernt derart sehr schnell. Es ist zutiefst symbolisch, es nutzt und reagiert also auf Symbole, auf Sinnbilder.
  • Es arbeitet auf dem Prinzip des geringsten Widerstandes. Wenn es also eine unklare Anweisung „anders“ erfüllen kann, wird es das vielleicht tun.
  • Das Unbewusste nimmt alles persönlich. Jede Wahrnehmung ist eine Form der Projektion. Sei also achtsam wie du über andere denkst oder zum Beispiel welche Medien zu konsumierst. Dein Unbewusstes nimmt es persönlich.
  • Es verarbeitet Negatives nicht direkt. Denke nicht an einen blauen Baum. Um das tun zu können, muss das Unbewusste, also musst du, zuerst an einen blauen Baum denken, um dann auf dem blauen Baum ein individuelles „nicht“ darauf zu machen.

Generell lässt sich über das Unbewusste sagen, dass es wie ein fünfjähriges Kind ist. Es liebt klare direkte Anweisungen, die es nicht zu interpretieren braucht. Also mache keine Anweisungen, die negative Formulierungen beinhalten: Es kann sie nicht direkt verarbeiten und es nimmt alles persönlich. Und das Unbewusste braucht Wiederholungen, bis es Neues gelernt hat und neue Gewohnheiten sowie Verhaltensweisen etabliert hat.